Tutti_Spiel

Close Encounters

Junge Deutsche Philharmonie

  • Jun Märkl Leitung
  • Arabella Steinbacher Violine

Olivier Messiaen

Le Tombeau resplandissant (1931)

Erich Wolfgang Korngold

Violinkonzert D-Dur, op. 35 (1947)

Johannes Brahms

Piano Quartett in g-Moll für Orchester (Orchestrated by Arnold Schoenberg) (1855/ orch. 1937)

2025 ist die Junge Deutsche Philharmonie eine Partnerschaft mit dem Jugendorchester des National Symphony Orchestra Taiwan (NSO) eingegangen. In einem Austauschprogramm nehmen jährlich fünf unserer Musiker:innen an einem Projekt in Taiwan teil – und fünf taiwanische Musiker:innen an unseren Tourneen in Europa. Auf Einladung unseres Partnerorchesters fahren wir im Frühling 2027 nach Asien und besuchen die Heimat einiger unserer Mitglieder. Die Leitung übernimmt Jun Märkl, Chefdirigent des NSO und ehemaliges Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.

Das Programm verbindet Werke, die auf sehr unterschiedliche Weise existenzielle Erfahrungen in Klang übersetzen. Le Tombeau resplendissant von Olivier Messiaen entstand 1931 als frühes Orchesterwerk und trägt bereits jene intensive, spirituell aufgeladene Tonsprache in sich, die sein späteres Schaffen prägen sollte. Der Titel, welcher etwa „das glänzende Grabmal“ heißt, verweist auf eine Auseinandersetzung mit Tod und Transzendenz, wobei Messiaen extreme Kontraste, scharfe Rhythmen und leuchtende Klangfarben nutzt, um einen Zustand zwischen Aufruhr und Verklärung zu gestalten.

Erich Wolfgang Korngold schrieb sein Violinkonzert D-Dur op. 35 unter Verwendung von Themen aus seinen Hollywoodfilmmusiken. 2027 jähren sich gleich mehrfach bedeutende Daten: Korngolds Geburtstag zum 130., sein Todestag zum 70. und die Uraufführung des Konzerts von 1947 zum 80. Mal – ein idealer Anlass, dieses Meisterwerk der Spätromantik aufzuführen, das für seine Wärme, Leidenschaft und sinfonische Strahlkraft gefeiert wird.

Am Ende des Programms steht das ursprünglich kammermusikalische Klavierquintett f-Moll op. 34 von Johannes Brahms, das zu den leidenschaftlichsten Werken seines Oeuvres zählt. In der Orchesterfassung von Arnold Schönberg wird die dichte, dramatische Struktur des Quintetts in sinfonische Dimensionen überführt, ohne den inneren Dialogcharakter zu verlieren. So entsteht ein spannungsreicher Bogen zwischen expressionistischer Klangvision und romantischer Formstrenge, zwischen individueller Klage und orchestraler Entfaltung.

Akim Camara, Programmausschuss

  • Mi 10.03.27, 18 Uhr

    Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

  • Do 18.03.27, 18 Uhr

    National Kaohsiung Center for the arts, Kaohsiung, Taiwan

  • Fr 19.03.27, 18 Uhr

    tba, Chiayi, Taiwan

  • Sa 20.03.27, 12 Uhr

    National Concert Hall, Taipeh, Taiwan