Orchester
Die Junge Deutsche Philharmonie vereint musikalische Spitzentalente zu einem Klangkörper mit höchstem künstlerischem Anspruch – basisdemokratisch organisiert, international auf Tour, seit über 50 Jahren mit unbedingter Begeisterung für die Musik.
Über uns
In der Jungen Deutschen Philharmonie finden sich die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen zu einem Klangkörper mit höchstem künstlerischem Anspruch zusammen. Mit Spielfreude und einer unverwechselbaren Energie begeistert sie seit über 50 Jahren Publikum und Kritiker:innen. Ab der Saison 26/27 begleitet John Storgårds das Orchester als Erster Dirigent und Künstlerischer Berater.
Jedes Konzertprojekt widmet sich den Programmen mit einer Sorgfalt und Leidenschaft, als wäre die Werke gerade erst entstanden. Neben diesem zeitgenössischen Umgang mit Werken des klassischen und romantischen Repertoires ist die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts grundlegender Bestandteil des Selbstverständnisses. Eine progressive Weiterentwicklung der tradierten Konzertformate, die Kontextualisierung der Programme und die Vermittlung der unbedingten Begeisterung für die Musik sind dabei Grundlage des künstlerischen Handelns.

Als Ausbildungsorchester fungiert die Junge Deutsche Philharmonie als wichtiges Bindeglied zwischen Studium und Beruf für junge Spitzenmusiker:innen und gilt in der professionellen Orchesterlandschaft als Gütesiegel künstlerischer Qualifikation. Die Mitglieder sammeln unter professioneller Begleitung Erfahrungen in der Orchesterarbeit auf höchstem musikalischem Niveau. In Qualifizierungsangeboten erwerben sie praxisnah und selbstbestimmt zusätzliche Kompetenzen für ihre Zukunft als erfolgreiche, selbstbewusste und progressive Künstler:innenpersönlichkeiten.

Die basisdemokratische Struktur ist seit der Gründung Grundsatz der Zusammenarbeit. Renommierten Ensembles, die aus den Kreisen des Orchesters hervorgegangen sind, diente diese Arbeitsweise als Vorlage – zu ihnen gehören das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Freiburger Barockorchester und das Ensemble Resonanz. Bei regelmäßigen internationalen Tourneen tritt das Orchester gemeinsam mit hochkarätigen Dirigent:innen und etablierten Solist:innen in renommierten Konzertsälen Europas auf. Biennal werden im Rahmen des Formats Frei_Spiel musikalische Projekte jenseits des traditionellen Konzertes entwickelt – seien es Festivals, Stummfilm- oder Musiktheaterprojekte.
2025 hat die Junge Deutsche Philharmonie gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Internationalen Ensemble Modern Akademie die Initiative ›Sound Port Frankfurt – Werkstatt für Musik und Experiment‹ ins Leben gerufen. Am gemeinsamen Standort bündeln die drei Institutionen Kompetenzen, Energien und Erfahrungen neu und schaffen einen innovativen Raum für Musik.

Erster Dirigent
Die Junge Deutsche Philharmonie freut sich sehr, John Storgårds ab der Spielzeit 2026/27 als neuen Ersten Dirigenten und Künstlerischen Berater begrüßen zu dürfen. Der international renommierte Dirigent und Geiger steht für eine vielseitige Programmgestaltung und stilistisch feinsinnige Interpretationen. Er ist derzeit Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra und des Turku Philharmonic Orchestra sowie Erster Gastdirigent des National Arts Centre Orchestra in Ottawa. Seit über 25 Jahren prägt er zudem als Künstlerischer Leiter das Lapland Chamber Orchestra. Mit großer Erfahrung auf internationalen Konzertpodien und einer besonderen Leidenschaft für die Arbeit mit jungen Musiker:innen wird John Storgårds die künstlerische Entwicklung des Orchesters maßgeblich begleiten.
Die gemeinsame Arbeit beginnt mit AUFBRUCH im Herbst 2026 sowie PASTORALIS im Sommer 2027.

„Ich fühle mich zutiefst geehrt, von dieser Gemeinschaft junger, ambitionierter Musiker:innen eingeladen worden zu sein, ihr Erster Dirigent und Künstlerischer Berater zu werden. Ich werde diese Aufgabe mit ganzem Herzen, meiner Musikalität und meiner Erfahrung angehen.“ - John Storgårds
Gremien
Die Junge Deutsche Philharmonie ist seit ihrer Gründung basisdemokratisch als eingetragener Verein organisiert. Die Orchestermitglieder wählen aus ihrer Mitte Vertreter:innen in Gremien, die ehrenamtlich über die Geschicke des Orchesters entscheiden und so maßgeblich das Bild des Orchesters prägen. Viele ehemalige Mitglieder übernehmen auf der Grundlage dieser Erfahrungen später in anderen Orchestern verantwortliche Positionen.
Mitgliederversammlung
Wie in jedem Verein bildet auch bei der Jungen Deutschen Philharmonie die Mitgliederversammlung das höchste Gremium. Bei jeder Arbeitsphase finden Mitgliederversammlungen statt, in denen wichtige Entscheidungen diskutiert und demokratisch abgestimmt werden.
Vorstand
Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern des Orchesters, die kontinuierlich alle wichtigen Entscheidungen der Jungen Deutschen Philharmonie treffen und die Arbeit der Gremien koordinieren. Der Vorstand steht dabei in stetigem Austausch mit der Geschäftsführung und dem Team der Geschäftsstelle – und findet hier professionelle und zugewandte Unterstützung bei der Leitung des Orchesters. Die Vorstandsmitglieder werden für jeweils zwei Jahre gewählt.

Rosa Hagendorf Violine
Vorstandssprecherin

Mélie Leneutre Harfe
Stv. Vorstandssprecherin

Alejandro París Cabezudo Viola

Dascha Schuster Flöte

Shu Yi Danneil Violine
Programmausschuss
Der Programmausschuss besteht aus fünf Mitgliedern des Orchesters, die für zwei Jahre gewählt werden. Er ist verantwortlich für die künstlerische Ausrichtung der Jungen Deutschen Philharmonie und konzipiert die Konzertprogramme und entscheidet über die Auswahl von Dirigent:innen und Solist:innen.
Gruppensprecher:innen
Jede Stimmgruppe des Orchesters wählt aus ihrer Mitte Gruppensprecher:innen. Zu deren Aufgaben gehört die Zusammenstellung der Besetzung für jedes Projekt, die Vorbereitung und Durchführung von Probespielen und sie sind erste Ansprechpartner:innen für Fragen in der Gruppe.
Hochschuldelegierte
In der Jungen Deutschen Philharmonie sind Studierende (fast) aller deutschsprachiger Musikhochschulen vertreten. Die Hochschuldelegierten vertreten das Orchester an ihrer Hochschule, bewerben dort anstehende Probespiele und dienen als Ansprechpartner:innen für Interessierte.
Mitglieder
Arsham Arasteh Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Juli Minou Bazzazi Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Katharina von Behren Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Maximilian Berger Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Dana Bostedt Musikhochschule Münster
Akim Camara Universität der Künste Berlin
Yuri Cho Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Shu Yi Danneil Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Michael Drescher Musikhochschule Lübeck
Alexandra Grohmann Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Rosa Hagendorf Hochschule für Musik und Theater Hannover
Ana Sofia Hartyani Rodrigues Hochschule für Musik Basel
Pauline Hoffmann Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Benjamin Hofmann Zürcher Hochschule der Künste
Yue Hu Hochschule für Musik Würzburg
Ruo-Chian Huang Universität "Mozarteum" Salzburg
Yun-Chen Huang Hochschule für Musik und Theater München
Yi-En Hung Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Hayoung Jeong Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Aisté Karpaviciute Hochschule für Musik Saar
Elene Kheoshvili Hochschule für Musik Aachen
Junghwan Kim Hochschule für Musik Mainz
Rurika Kitahara Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Anisja Knüppel Hochschule für Musik Würzburg
Noemie Kurth Musikhochschule Lübeck
Niobe Langmaack Universität der Künste Berlin
Bodam Lee Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Joyel Sel Lee Folkwang Hochschule Essen
Magdalena Maier Hochschule für Musik Nürnberg
Ricardo Müller Hochschule für Musik und Theater Rostock
Seogyun Noh Hochschule für Musik und Tanz Köln
Laura Ochmann Zürcher Hochschule der Künste
Eva Otto Hochschule für Musik Detmold
Ina Park Folkwang Hochschule Essen
Seewoo Park Hochschule für Künste Bremen
Janne-Lisabeth Pelz Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Annina Pritschow Hochschule für Musik und Theater Rostock
Maria Karolina Rahmatulla Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Maja Rohde Musikhochschule Lübeck
David Rosenberg Hochschule für Künste Bremen
Wonjay Seo Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Kosima Shirazi Musikhochschule Lübeck
Camila Taito Jorquera Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Billur Tankişi Hochschule für Künste Bremen
Balthasar Thom Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Luise Asuka Tietz Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Lena Uebelhör Hochschule für Musik Würzburg
Pavlos Vlitakis Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Gloria-Gina Wagner Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Magdalena Waldauf Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Matthias Weiss Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Yi-Chen Yang Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Jihye Yoon Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Anne Aleyna Önce Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Marko Emilio Živković Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Jacinta Balbontín Odi Universität "Mozarteum" Salzburg
Felicitas Breyer Hochschule für Musik und Theater Hannover
He-Yuen Cheng Hochschule für Musik Detmold
Maria Dębina Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Elias Falk Hochschule für Künste Bremen
Lorenzo Matteo Giannotti Hochschule für Musik und Theater München
Wiebke Hansen Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Aurelia Hoever Hochschule für Musik und Theater München
Hyemin Kim Hochschule für Musik und Tanz Köln
Johannes Knorr Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Leona Kondratenko Hochschule für Musik und Tanz Köln
Hannah Leonhard Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Lucía Molina Álvarez Folkwang Hochschule Essen
Alejandro París Cabezudo Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Livia Paté Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Tessa Paola Rippo Matteis Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Judith Sauer Hochschule für Musik und Theater München
Jasper Sitte Musikhochschule Lübeck
Hannah Teufel Musikhochschule Lübeck
Stefanie Tran Thu Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Mehmet Leon Capar Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Björn Gard Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Franz Hofereiter Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Anemone Hoffmann Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Felix Jügelt Hochschule für Musik Saar
Minhee Kim Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Paula Madden Hochschule für Musik und Tanz Köln
Eloy Daniel Medina Barreto Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Jan Milajev Folkwang Hochschule Essen
Jula Murbach Hochschule für Künste Bremen
Larissa Müller Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Zaira Pena Montes Hochschule für Musik Saar
Lea Reutlinger Hochschule für Musik und Tanz Köln
Clara Stümke Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Mahgol Taherizamani Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Chien-Ju Yang Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Nelika Yukawa Hochschule für Musik und Tanz Köln
Malte Zeller Hochschule für Musik Saar
Minseo Gwon Universität der Künste Berlin
Ferdinand Hirschmüller Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Arato Igaki Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Hayeon Kim Hochschule für Musik und Theater Rostock
Hyochul Kim Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Jascha Krams Hochschule für Musik Mainz
Zhilong Liu Hochschule für Musik Detmold
Aaron Petrick Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Joris Samson Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Johannes Schöne Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Klara Streck Universität "Mozarteum" Salzburg
Nikolaj Trivukas Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Johann Warzecha Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Jiwon Yoon Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Kelar Frank Hochschule für Musik und Theater Hannover
Jeseok Kang Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Lina Kochskämper Hochschule für Musik und Theater Hannover
Chaehyun Lee Hochschule für Musik Würzburg
Jona Mehlitz Universität der Künste Berlin
Imke Michaels Musikhochschule Lübeck
Hannah Selina Müller Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Dascha Schuster Hochschule für Musik und Theater Hannover
Jule Stegemann Hochschule für Musik Würzburg
Maria Azevedo Martins Hochschule für Musik Detmold
Tamar Ben-Zaken Hochschule für Musik und Theater München
Oskar Chodora Hochschule für Musik und Theater Hannover
Anton Engelbach Folkwang Hochschule Essen
Anton Franz Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Jonas Hintermaier Hochschule für Musik und Theater München
Victor König Hochschule für Musik Detmold
Jonas Langel Hochschule für Musik und Tanz Köln
Sai Miyahara Hochschule für Musik und Tanz Köln
Elias Schneider Hochschule für Musik und Theater München
Noah Schurig Universität "Mozarteum" Salzburg
Richard Winkler Universität der Künste Berlin
Anisa Dababi Folkwang Hochschule Essen
Charlotte Dohr Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Luisa Gehlen Hochschule für Musik und Tanz Köln
Joscha Kremsler Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Xu Li Hochschule für Musik Detmold
Moritz Mihm Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Sehoon Park Hochschule für Musik und Theater München
Jakob Plag Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Arabella Purucker Hochschule für Musik und Theater München
Gesine Rotzoll Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Vincent Sucheana Hochschule für Musik und Tanz Köln
Jan-Lukas Willms Universität der Künste Berlin
Heejin Yang Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Charlotte aus dem Siepen Hochschule für Musik und Theater Hannover
Elena Benedicto Villar Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Carlo Cesaraccio Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Marc Garcia Payà Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Jiyoon Kim Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Michael Liu Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Kinga Oláh Hochschule für Musik und Theater Hannover
Sebastian Reuten Hochschule für Musik Karlsruhe
Georgij Tarasov Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
María Terán Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Alessia Vermi Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Ejin Yun Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Charlotte von Urff Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Felix Bähr Internationale Musikakademie Anton Rubinstein Düsseldorf
Florian Gamberger Hochschule für Musik und Theater München
Yi-An Liao Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Caroline Messner Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Damien Muller Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Noah Plum Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Mariana Santos Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Bastian Spier Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Ceren Çelik Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Paula Criado Patricio Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Greta Anna Déri Universität der Künste Berlin
Robert Franz Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Rafael Hawthorne Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Aaron Lampert Hochschule für Musik Basel
Christian Panzer Hochschule für Musik und Theater München
Martin Reiser Hochschule für Musik Würzburg
Vince Susla Hochschule für Musik und Theater München
Jonathan Balciunas Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Jonathan Debus Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Fabian Kurpiela Hochschule für Musik Basel
Manuel Lodes Hochschule für Musik Saar
Renzhi Lu Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar
Mehdi Missoum Hochschule für Musik Basel
Justus Schuster Musikhochschule Lübeck
Annabell Weidenauer Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
Noel Zach Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Jonathan Böhm Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Manuel Duppel Valenzuela Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Sebastian Forstmaier Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
James Reid Folkwang Hochschule Essen
Fedir Sheiko Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Maximilian Bruckner Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Benjamin Joost-Meyer zu Bakum Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Toomas Oskar Kahur Hochschule für Musik und Theater Hannover
Mátyás Kapitány Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Jannik Schmidt Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Felix Beck Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Johannes Berner Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Gabriel Beyrer Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
David Dong Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Tobias Furholt Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Leonard Koßmann Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Jowei Liu Universität der Künste Berlin
Sebastian Mai Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin
Steije Maurer Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Gyöngyvér Nyilas Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Zuzanna Polończyk Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Moritz Sasowski Hochschule für Musik Basel
Merlin Scherb Staatliche Hochschule für Musik Trossingen
Taewon Yoon Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig
Marthe Chesneau Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Cecile Defendini Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Gwenaëlle Le Meignen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Mélie Leneutre Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Ersilia Mikrou Universität der Künste Berlin
Eunseon Kim Staatliche Hochschule für Musik Freiburg
Jakob Valentin Kuen Hochschule für Musik und Theater München

Historie
Mehr als ein halbes Jahrhundert alt und immer noch jung wie am ersten Tag: Der „basisdemokratische Haufen“ namens Junge Deutsche Philharmonie. Wir schreiben das Jahr 1974: Es ist das Jahr, in dem der Deutsche Bundestag das Alter für die Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken beschließt. ABBA gewinnt mit „Waterloo“ den Grand Prix Eurovision de la Chanson und Deutschland wird Fußballweltmeister im eigenen Land. Ein Jahr in Feierlaune. Deutlich weiter unter dem Radar arbeitet eine Gruppe junger Leute am Fundament einer ganz anderen Erfolgsgeschichte. Eine gute Handvoll junge Musikerinnen und Musiker aus dem Bundesjugendorchester, deren Zeit dort 1974 abgelaufen war, die aber keine Lust hatten auf die Tretmühle Berufsorchester: Sie wollten ein Orchester formieren im Geist des Aufbruchs. Basisdemokratisch, offen für Neues, alle auf Augenhöhe miteinander. Eine neue Idee von Orchester, jung und doch professionell. Das gab es so nicht, auch nicht an den deutschen Musikhochschulen, die Orchester dort hatten nicht das Niveau, das man vom Bundesjugendorchester gewohnt war. Plötzlich stand da also 1974 die Junge Deutsche Philharmonie – oder besser: das „Bundesstudentenorchester“, so der damalige Name – im Raum und wurde von der Musikwelt freudig begrüßt? Keineswegs – denn anders als Fußball-Sommermärchen und „Waterloo“-Single verkaufte sich diese Idee erst einmal nicht wie geschnitten Brot. Da mussten zunächst die Professoren der Hochschulen durchtelefoniert werden, um mit deren Studierenden die Pulte adäquat besetzen zu können. Das Interesse aber war da, das Projekt bald ein Selbstläufer. Von der Telefon-Akquise im Sommer 1974 bis zu den ersten Auftritten vergingen nur Monate. 1975 hat das Orchester in Witten an der Ruhr einen Konzertsaal eingeweiht, 1976 erspielte man sich den ersten Preis beim Herbert-von-Karajan-Wettbewerb, was als der Ritterschlag verstanden werden durfte, und 1977 folgte bereits die erste Schallplattenaufnahme.

Wenn es um die Werte, Ideale und Ziele der Jungen Deutschen Philharmonie geht, werden seit den Anfangstagen bis heute die Selbstorganisation und die Basisdemokratie genannt. Musiker:innen der ersten Stunde erinnern sich an Diskussionen bis in die frühen Morgenstunden. Niemand schrieb dem Orchester etwas vor, aber niemand nahm auch die Entscheidungen ab. Noch nicht in den allerersten Jahren, aber sehr früh schon gehörte zum Selbstverständnis auch, dass man offen sein und bleiben wollte für Neue Musik. „Ich kannte bis dato nur Orchester, die mehr oder weniger motiviert, oft konfrontativ, fast immer mit einem Gefühl des Ekels Neue Musik spielten und gerne auch junge Dirigenten drangsalierten“, so erinnerte sich der Dirigent Lothar Zagrosek an die Jungen Deutschen Philharmonie.
Erster Dirigent und Künstlerischer Berater – Aber kein Chef
Zagrosek war ab 1995 als Erster Gastdirigent, Mentor und Künstlerischer Berater dem Orchester über fast zwanzig Jahre eng verbunden. Ein „spätes Wetterleuchten der 68er Bewegung“ sei die Gründung seinerzeit gewesen, schrieb Zagrosek anlässlich des 40-jährigen Orchesterjubiläums 2014. „Sofort war es für Orchestermusiker ebenso wie für Dirigenten ein Sehnsuchtsziel, dort eingeladen zu sein: ein selbstverwaltetes Orchester, Musiker, die Augenhöhe zu ihren Dirigenten und Geschäftsführern beanspruchten, die ihre Programme, ihre Spielorte, ihre Solisten, einfach alles selbst bestimmten.“

Auch Jonathan Nott, der Zagrosek 2014 als Erster Dirigent und künstlerischer Berater ablöste schätzt die Eigeninitiative der Musiker:innen und all die demokratischen Prozesse, die zum Selbstverständnis der Jungen Deutschen Philharmonie gehören. „Dies entspricht sehr genau meiner Vorstellung, wie ein Orchester eigentlich funktionieren sollte“, so Nott.
„Der kollektive Wille der Jungen Deutschen Philharmonie ist eine immense Kraft. Sie erlaubt auch mir selbst, die Werke wieder neu zu entdecken.“

Ab Herbst 2026 wird John Storgårds diese Funktion übernehmen, ein Dirigent, dem die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester besonders am Herzen liegt. „Ich möchte kein Dirigent sein, der irgendwie weit entfernt vom Orchester oder außerhalb davon steht. Ich bin definitiv Teil der gesamten Gemeinschaft und befinde mich zusammen mit allen anderen in derselben Situation.“
Seit 1985 hat das aus den besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen zusammengesetzte Orchester seinen Sitz in Frankfurt, die Alte Oper Frankfurt ist der Konzertsaal, in dem es quasi zuhause ist. Dort trat am 11. September 1999 auch jenes Jubiläumsorchester auf, das zur Feier „25 Jahre Junge Deutsche Philharmonie“ eigens formiert worden war. Die Besetzung: Ehemalige Mitglieder, darunter Namen von einigem Klang. Etwa Thomas Hengelbrock und Jun Märkl, heute renommierte Dirigenten, die Musikmanager Karsten Witt und Matthias Ilkenhans, die heutigen Ensemble-Modern-Solist*innen Michael Kasper und Rumi Ogawa-Helferich, um nur ein paar zu nennen. Alle könnten sie aufregende JDPh-Stories erzählen aus ihrer aktiven JDPh-Zeit, wie die von Jun Märkl, der seinerzeit die Instrumententransporte mit dem 7,5-Tonner gefahren hat, „da kam ich mir ganz groß vor“.
Ein junges Orchester mit Vorbildcharakter
„In der Orchesterlandschaft besetzen wir eine winzige Nische. Wir sind das, was eine Gesellschaft sein sollte: demokratisch, tolerant, extrem leistungsfähig und engagiert“, so fasste es Matthias Ilkenhans einst zusammen, damals war er Geschäftsführer der JDPh, heute ist er Manager der NDR Radiophilharmonie und weiß, dass die Nische nicht mehr winzig ist, was nicht zuletzt auch auf die JDPh selbst zurückzuführen ist. Er zählt sie auf, die Formationen, die im Laufe der Jahre aus diesem Orchester heraus gegründet wurden und in denen sich dieser Geist des konstruktiven Miteinanders und des sich Identifizierens mit dem eigenen Ensemble fortgepflanzt hat: Ensemble Modern, Freiburger Barockorchester, Kammerphilharmonie Bremen, Ensemble Resonanz – alles freie, unabhängige und zudem höchst angesehene Klangkörper, die ebenso wie die Junge Deutsche Philharmonie für einen zeitgemäßen Blick auf die Musik wie auf den Menschen stehen.
Musiker:innen bleiben im Durchschnitt etwa vier Jahre in der Jungen Deutschen Philharmonie, obwohl sie theoretisch etwa zehn Jahre im Orchester spielen könnten. Die meisten „verliert“ die JDPh an Profi-Orchester, was ja auch ein hervorragender Grund ist, vom „Zukunftsorchester“ Abschied zu nehmen. Andere aber bleiben, so lange es geht, übernehmen Funktionen in Gremien und im Orchestervorstand und wollen auch in der inhaltlichen Arbeit etwas mitnehmen neben dem eigentlichen Musizieren. Für die Orchestermitglieder von heute erscheint der Gründungsmythos wie ein fernes Echo. So revolutionär wie 1974 kann das Orchester heute auch nicht mehr sein, es ist ja mittlerweile eine gewachsene Institution. Damals musste gestritten werden etwa für die Neue Musik – heute ist die JDPh dafür bekannt, genau da eine Kernkompetenz zu haben. Und nach wie vor setzt die Junge Deutsche Philharmonie Ideen um, die visionär wirken im Musikbetrieb. Als Beispiel: das Frei_Spiel eine radikal spartenübergreifende Konzertform, ein Experimentierraum mit allen Freiheiten. Der Prozess des neu Denkens von Musik, Konzert und Orchester ist also keineswegs abgeschlossen.
