Tutti_Spiel

Jedem Menschen

Jedem Menschen

  • Sebastian Weigle Leitung
  • CHORWERK RUHR
  • Kyōhei Sorita Klavier

Ludwig van Beethoven

Kantate Der glorreiche Augenblick, op. 136, 1. Satz Europa steht (1814)

Ludwig van Beethoven

Coriolan-Ouvertüre, op. 62 (1807)

Unsuk Chin

Subito con Forza (2020)

Ludwig van Beethoven

Chorfantasie, op. 80 (1811)

Ludwig van Beethoven

Leonore-Ouvertüre für Orchester Nr. 3 (1806)

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Romeo und Julia - Fantasie Ouvertüre nach Shakespeare (1880)

Der 200. Todestag von Ludwig van Beethoven ist Anlass, dem Komponisten ein Silvester- und Neujahrskonzert zu widmen. Ins Zentrum unseres Programms unter der Leitung von Sebastian Weigle stellen wir dabei, gemeinsam mit dem CHORWERK RUHR und dem Pianisten Kyōhei Sorita, seine selten gespielte Fantasie für Klavier, Chor und Orchester, für die Norbert Lammert, der ehemalige Präsident des Deutschen Bundestags, einen hymnischen Text für die Gleichheit, den Frieden und für Europa geschrieben hat. Als vielfältiges und basisdemokratisches Orchester halten wir diese Werte hoch – in unserer täglichen Arbeit.

Der Konzertauftakt liegt in den Händen des CHORWERK RUHR mit dem ersten Satz „Europa steht“ aus Beethovens Kantate Der glorreiche Augenblick op. 136. Das Werk, das für den Wiener Kongress (1814–1815) entstand, beschwört die Vereinigung der Menschen nach politischen Unruhen.

Die wegen ihrer inhaltlichen Ähnlichkeit mit der „Ode an die Freude“ auch „kleine Neunte“ genannte Fantasie für Klavier, Chor und Orchester verbindet Klavierkonzert mit Kantate und ist ein Appell an den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Subito con forza von Unsuk Chin könnte mit seinem markanten ersten Akkord zunächst für ein weiteres Werk Beethovens gehalten werden. Doch der Klang verändert sich zu einer radikalen, modernen Tonsprache, bei der rhythmische Akzente von Schlagzeug und Klavier in eine transparente Klangwelt führen.

In der Coriolan-Ouvertüre stellt Beethoven den inneren Konflikt des römischen Helden mit gegensätzlichen Themen dar: dramatisch und spannungsvoll Coriolans Zorn und Rache gegenüber den Römern, langsamer der Aufruf zur Besänftigung.

Die Leonore-Ouvertüre Nr. 3 zu Beethovens Oper Fidelio ist eine der meistgespielten Ouvertüren. In dieser Oper verkleidet sich Leonore als Mann, um ihren inhaftierten Ehemann Florestan zu befreien. Der düstere Anfang erinnert an den Kerker, bevor das Licht der Holzbläser aufscheint. Die Ouvertüre endet in Euphorie, als die Trompeten die Befreiung verkünden.

Zwei weltbekannte Verliebte werden nicht dasselbe Glück haben: Tschaikowski verdichtet in seiner Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia die schicksalhafte Geschichte Shakespeares zu Musik. Vom hoffnungsvollen Anfang über das kämpferische Thema, das den Hass zwischen den Familien Capulet und Montague zeichnet, bis zur Flucht der Liebenden und ihrem tragischen Ende entfaltet sich die Handlung im Zeitraffer.

Mélie Leneutre, Programmausschuss

  • Do 31.12.26, 19 Uhr

    Philharmonie, Essen

    Tickets
  • Fr 01.01.27, 16 Uhr

    Max-Littmann Saal, Bad Kissingen

  • Sa 02.01.27, 17 Uhr

    Philharmonie, Weikersheim

    Tickets
  • So 17.01.27, 17 Uhr

    Alte Oper Frankfurt, Frankfurt a. M.

    Tickets

Junge Deutsche Philharmonie
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