Saison 26/27
Liebes Publikum,
mit großer Freude präsentieren wir Ihnen unsere neue Spielzeit. Eine, die von Aufbruch, Begegnung und klanglicher Vielfalt geprägt ist. Mit sorgfältig kuratierten Programmen spannt unser Orchester einen Bogen von der Wiener Klassik bis zur Musik unserer Zeit und lädt dazu ein, Bekanntes neu zu hören und Unbekanntes zu entdecken. Dabei ist es uns eine besondere Freude, erneut mit inspirierenden Dirigent:innen, Solist:innen und Partnern zusammenzuarbeiten – und vor allem: die ausgewählte Musik mit Ihnen zu teilen.
Den Auftakt bildet die 10. Ausgabe unseres experimentellen Formats FREI_SPIEL: Gemeinsam mit dem Performance-Kollektiv She She Pop erforschen wir das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen Person und Performer.
Unser Programm AUFBRUCH steht unter der Leitung unseres neuen Ersten Dirigenten und Künstlerischen Beraters. John Storgårds. Mit Sebastian Fagerlunds Helena’s Song, Joseph Haydns Sinfonie Nr. 99 in Es-Dur und Sergei Prokofjews Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111 entfaltet sich ein Programm zwischen klassischer Klarheit und existenzieller Dramatik. Während Haydns Musik den Geist der klassischen Form verkörpert, spiegelt Prokofjews Werk die Zerrissenheit der Nachkriegszeit – ein kraftvoller Beginn, der in die Tiefe führt.
JEDEM MENSCHEN rückt das Schaffen von Ludwig van Beethoven in den Mittelpunkt. Unter der Leitung von Sebastian Weigle begegnen sich in einem groß angelegten Programm Werke unterschiedlichster Gattungen – von der dramatischen Coriolan-Ouvertüre bis hin zur visionären Chorfantasie mit dem Pianisten Kyōhei Sorita und dem Chorwerk Ruhr. Ergänzt wird dieser Kosmos durch Tschaikowskis Romeo und Julia sowie Unsuk Chins Subito con forza – ein Dialog zwischen Pathos, Utopie und Gegenwart.
In KOMOREBI – dem Spiel von Licht und Schatten – eröffnet sich ein intimer Raum der Klangfarben. Kammermusikalische Werke von Maurice Ravel, Tōru Takemitsu sowie Lili und Nadia Boulanger entfalten feinste Nuancen zwischen Impressionismus und moderner Klangpoesie. Ergänzt durch Werke von Mel Bonis und Bernard Herrmann entsteht ein Programm, das den Zauber des Moments in den Mittelpunkt stellt.
Gemeinsam mit dem National Symphony Youth Orchestra aus Taiwan, ihrem Chefdirigenten und ehemaligen Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie Jun Märkl und der Geigerin Arabella Steinbacher gehen wir auf Tour nach Asien – im Gepäck das Programm CLOSE ENCOUNTERS mit Olivier Messiaens Le tombeau resplendissant, dem Klavierquartett von Johannes Brahms in Schönbergs Orchesterfassung und dem klangvollen Violinkonzert in D-Dur von Erich Wolfgang Korngold.
Den Abschluss bildet PASTORALIS, ein Programm der Gemeinschaft und des gemeinsamen Musizierens. In Beethovens Septett und den Nonetten von Louise Farrenc und Bohuslav Martinů sitzt unser neuer „Erster“ John Storg.rds nicht am Dirigierpult, sondern als Musiker im Ensemble. Hier wird Musik zum unmittelbaren Dialog, getragen von Nähe, Transparenz und Spielfreude.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die diese Spielzeit möglich machen – unseren Partnern, den Konzerth.usern und vor allem Ihnen, unserem Publikum. Es bleibt festzuhalten: Die größte Freude liegt im gemeinsamen Erleben – in der Musik, im Moment und in der Begegnung. Wir freuen uns darauf, diese Spielzeit mit Ihnen zu teilen.
Hier können Sie unsere Saisonbroschüre herunterladen und das gesamte Programm der kommenden Spielzeit 26/27 entdecken.
Akim Camara, Programmausschuss